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Erste Schritte in Google Wave

Google Wave GUI
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Google Wave GUI

Vor etwa einem Monat habe ich an dieser Stelle darüber geschrieben, dass Google Wave seine geschlossene Betaphase mit sogenannten „Invitations“ erweitert hat. Das sind Einladungen von Benutzern, die andere Personen zu Google Wave einladen können.

Bei Google Wave kann nicht einfach jeder mitmachen, der will, sondern muss dazu eingeladen werden.

Gestern war es bei mir soweit. Ich habe meine Einladung zum Testen von Google Wave erhalten. An der Stelle herzlichen Dank an Andy (aka rhuk) von rockettheme.com. In diesem Artikel möchte ich gerne über meine ersten Eindrücke schreiben.

Die Freude war gross, als ich gestern Morgen eine Mail mit der Einladung zu Google Wave im Postfach liegen hatte.

Beispiel Einladung
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Beispiel Einladung

Nach der kurzen Aktivierung des Kontos gings los. Ehrlich gesagt musste ich mich erst ein wenig zurecht finden. Viele Darstellungen und Funktionen waren recht gewöhnungsbedürftig. Aber das ist ja bei Google nix Neues.
Ich erinnere mich gut, als ich damals 2005 mit Google Mail das erste Mal herum experimentierte. Das war etwa das gleiche Gefühl.

Hinzu kam, dass die meisten Personen mit denen ich ev. hätte „waven“ wollen, noch gar kein Konto besitzen. So suchte ich als erstes nach Kontakten, die ich kenne und ev. auch schon ein Wave-Account haben. Nachdem ich ein paar „Opfer“ gefunden hatte, gings los mit Waven.

Funktionen:

Mit Google Wave kann man Nachrichten, Termine, Bilder und Filme tauschen. Die Funktionen kann man mit sogenannten Robots, Gadgets und Skripts erweitern.

a) Die Bots

Die Bots kann man als Benutzer seiner Kontaktliste (Mailadresse „@appspot.com“) hinzufügen. Es gibt z.B. ein Nutzer namens „Aunt-Rosie“. Hinter diesem phantasievollen Namen verbirgt sich ein Übersetzerbot, der in Echtzeit Nachrichten von andersprachigen Waves ins Deutsche übersetzt und umgekehrt. Ist dieser Kontakt als Benutzer in der Gruppe der Wavers mit eingebunden, so ist der Dienst aktiv. Eine Liste mit solchen Wavebots gibt es hier.

b) Die Gadgets

Ein weiteres Tool sind die Gadgets. Diese werden in den Nachrichten via *.xml URL und Puzzle-Symbol in die Konversation eingebunden. Ein Beispiel ist das Karten-Gadget. Dieses zeichnet auf, wo sich die Personen befinden, wo gerade an der Konversation beteiligt sind. Ein weiteres Gadget ist z.B. das Termine-finden Tool. Es funktioniert ähnlich wie Doodle. Nutzer können sagen, ob sie an einem Event teilnehmen, vielleicht oder nicht. Auch hier aktualisiert sich die Liste in Echtzeit. Weitere Gadgets sind hier zu finden.

c) Die Clients

Ähnlich wie bei Twitter gibt es auch bei Google Wave erste Wave-Clients, die es erlauben, ausserhalb eines Browser, mit seinen Freunden zu waven. Dies ist gerade für iPhone/Mobilephone Nutzer sehr praktisch. Auch hier gibt es schon erste Tools als iPhone App. Hierfür ist die Seite „Waveboard“ sehr informativ. Als besonderes Goodie werden auf der Webseite auch ab und zu Google Wave Einladungen verlost. Also, wer noch keine Einladung hat, kann hier sein Glück versuchen.

Fazit:

Ok, es wäre jetzt ziemlich vermessen, nach knapp 24h testen schon ein abschliessendes Fazit über Sinn und Unsinn von Google Wave zu ziehen.

Zumindest marketingmässig, hat Google sicher wieder voll gepunktet. Der Trick, mit möglichst wenigen Einladungen die Nachfrage und somit auch das Interesse am neuen Feature künstlich hoch zu halten, ist bestimmt gelungen. Da es aber gerade hier um eine Vernetzung besonderer Art handelt, wäre eine möglichst hohe Nutzerbeteiligung wichtig.

Zugegeben, Google Wave ist sicher ein grossartiges Tool mit grossem, fast unerschöpflichen Potenzial. Gerade was die Skripts/Gadgets betrifft, ist natürlich sehr vieles möglich. Doch diese Sachen müssen erst noch programmiert werden.

Auf jeden Fall ist das Projekt recht gut dokumentiert und auf Youtube finden sich auch schon unzählige Anleitungen, die den Einstieg in die Welt von Google Wave erleichtern. Happy testing!