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Joomla! und seine Schattenseite

Seit Jahren befasse ich mich mit verschiedenen CMS Systemen. Doch die grösste Erfahrung habe ich zweifellos mit Joomla! gemacht. Vieles ist intuitiv und gut verständlich gelöst.

Doch etwas macht mir zunehmend Mühe bei Joomla!. Die aufwendige Wartung und Pflege.

Das Problem zeigte sich nicht sogleich, sondern erst mit den Jahren. Da ich viel und gerne mit Joomla! arbeite, haben sich im Verlauf der Zeit mehrere Dutzend Seiten angesammelt. Diese wollen aktuell und gepflegt sein.

Mühsame Handarbeit

Da ich kein Coder bin, meide ich ssh-Terminals und Kommandozeilenbefehle. Das heisst für mich, jedesmal von Hand Backup machen, Update einspielen und Funktionskontrolle machen. Und das wiederholt sich Seite für Seite.

Da gehen sofort ein paar Stunden drauf.  Das Schlimme daran ist, dass Joomla! keinen einheitlichen Updateprozess hat. Ganz zu schweigen vom Migrationsaufwand bei Major-Versionswechseln.

Viel zu viele Updater in Joomla!

Das grosse Problem ist, dass Joomla! viel zu viele Updater hat. Der Joomla! Core hat einen eigenen Updater. Die Erweiterungen haben einen Updatemanager im Erweiterungenmanager integriert und kostenpflichtige Extensions (wie NoNumber, Joomlart oder JCE) haben oftmals nochmal einen eigenen „standalone“ Updater.

Das heisst für mich als Webadmin jede Seite einzeln abzuklappern und jeder dieser Updater der Reihe nach aufzurufen. Klick dich doof….

Zentrales Joomla! Monitoring

Der Anbieter watchful.li hat das Problem offensichtlich erkannt und hat in der Folge ein neues Business aufgezogen. Mit dem Service kann man alle seine Joomla!-Seiten zentral verwalten und aktualisieren. An sich eine gute Idee. Da es aber keine Konkurrenz gibt, kann watchful.li die Preise beliebig diktieren und mit dem Abo-Modell ordentlich absahnen. Denn hat man man mehr als 25 Joomla! Seiten zu pflegen, muss man bei watchful.li tief in die Tasche greifen.

Die Alternativen gibt es

Dass es auch einfacher geht, zeigt WordPress. Im Gegensatz zu Joomla! werden bei WordPress der Core, die Plugins und Themes mit dem gleichen Updater gemanaged. Das reduziert den Aufwand merklich.

Infinite WP
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Dashboardansicht

Mit dem kostenlosen Infitie-WP Tool kann man seine WP-Sites ebenfalls zentral an einem Ort backupen, updaten und pflegen.

Auf Wunsch werden Backups via Cron direkt in Dropbox abgelegt. Kommentare und Spameinträge können ebenfalls für alle Sites gleichzeitig freigegeben, resp. gelöscht werden.

Sämtliche Updates (Core, Plugins, Themes) können für eine unbegrenzte Anzahl Sites mit nur einem Klick gemacht werden. Es können monatliche Reports pro Website generiert und dem Kunden direkt zugestellt werden.

Und plötzlich pflege ich duzende von Websites in wenigen Minuten. Ich hoffe, dass Joomla! schnell dazu lernt und irgendwann mal nur noch EINEN Updater für alles bringen wird.