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Einen Tag lang mit dem Tesla fahren

Inzwischen habe ich so einige Elektrofahrzeuge testen können. Doch bisher fehlte einer der ganz Grossen. Der Tesla Model S. Klar irgendwie war ich nie so richtig interessiert, weil der preislich viel zu weit weg von meinen finanziellen Möglichkeiten ist. Aber dennoch. Wenn es um Elektromobilität geht, darf er nicht fehlen.

So war es ganz unverhofft Mitte des Monats soweit. Meine Frau schenkte mir zum Geburtstag einen Tag lang Tesla fahren. Ich konnte es kaum glauben. Ein Traum wird wahr!

Ein Tag lang mit dem Tesla Modell S 70 D unterwegs

So fuhren wir früh morgens nach Münchenbuchsee das Auto abholen. Es ist ein Tesla Modell S70D, Premium 4×4, mit Sonnendach und Autopilot. Nach einer kurzen Einführung flitzen wir schon auf der Autobahn Richtung Innerschweiz. Der Akku zeigt mir eine Reichweite von 360km bei einer Aussentemperatur von 8° C an. Auf der Autobahn testete ich gleich den Autopiloten. Zugegeben, so richtig entspannt war ich anfänglich nicht. Bremst er auch rechtzeitig? Funktioniert alles, wie es soll? Schliesslich habe ich hier einen CHF 120’000 Wagen unter dem Allerwertesten.

Wie ist das möglich, so ein modernes Auto, mit derart vielen nützlichen Funktionen und die Firma ist gerade mal 10 Jahre alt? Immerhin gehört Tesla nicht zu einem traditionellen Autobauern, der auf eine hundertjährige Autobauer-Geschichte und entsprechende Erfahrung zurückblicken kann.Und doch zeigt Tesla, was heute eigentlich schon möglich wäre, wenn man denn nur wollte. Klick um zu Tweeten

Das Highlight im Innenraum ist sicher das 17″ grosse Touch-Display, dass dem gesamten Cockpit einen futuristischen Look verpasst. Die Bedienung ist sehr intuitiv. Wer schon ein Handy mit Touchscreen bedient hat, findet sich hier schnell zurecht. Es ist genau das gleiche, nur in Gross.

Da ist noch die Beschleunigung von 0 auf 100 in 5.5 Sekunden zu erwähnen.Es fühlte sich noch einmal krasser als mit dem BMW i3 an. Klick um zu Tweeten Obwohl der Wagen mehr als zwei Tonnen wiegt, scheint sich der Bolide diesem physikalischen Gesetz nicht unterordnen zu wollen.

Schickes Cockpit, bequeme Sitze und eine Beschleunigung, die alles Bisherige in den Schatten stellt. Ich komme aus dem Schwärmen kaum heraus. Auch Tage später, hier beim Schreiben packt mich die Begeisterung aufs Neue.

Hat der Wagen auch Nachteile? Ja schon. Für mich ist er einfach zu gross. Mit fast 5m Länge und einer Breite von 2.16m von Aussenspiegel zu Aussenspiegel ist er alles andere als wendig und gelenkig. Zwar würde er bei mir gerade noch so in die Garage passen, aber meine Frau würde ihn nie und nimmer fahren wollen.

Tesla ist mit dem Modell S eine wirklich gute Reise- und Langstreckenlimousine gelungen. Während des ganzen Tages kam nie ein Gefühl von Reichweitenangst oder dergleichen auf. Obwohl wir doch gute 4 Stunden im Wagen sassen, mussten wir nie aufladen. Obwohl es sich am Zielort mit einer 22 kW Ladestation angeboten hat.

Darum finde ich den nächsten Schritt, mit dem Modell 3 in die Kompaktklasse sich voran zu pirschen, mehr als nur logisch. Und wer weiss, vielleicht kann ich mir dann bis zum Erscheinen des Modell 3 auch ein solches Fahrzeug finanzieren?

Den Tesla haben wir bei der Fa. Schwendimann in Münchenbuchsee für CHF 200.–/p.Tag gemietet. Ich kann das jedem Elektroauto-Interessierten nur empfehlen. Preis-Leistung ist top, der Kundenservice und die Abwicklung war einwandfrei. Das Auto war tadellos sauber und vollgeladen und wir konnten den Tag so richtig geniessen.

Ein ganz spezieller Dank geht an dieser stelle an meine Frau, die mir diesen Traum erst ermöglicht hat.