Sanfte Reorganisation bei joomla.de

Joomla! Deutschland
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Joomla! Deutschland

Nach einem fast einjährigen Dornröschenschlaf von joomla.de gibt es nun erste Anzeichen einer Bewegung auf der Portalseite.

Als erste Handlung des Vereins, wurde eine Spendenkontoverbindung zum Joomla e.V. angebracht sowie zwei bestehende Links in der Topnavigation angepasst. Was auf den ersten Blick als geringfügige Anpassung erscheint, hat doch eine eindeutige Signalwirkung.Seit gestern (23.12.) wurden zwei Links „Downloads“ und „Forum“ im Header von joomla.de, die bisher auf die Portale joomlaos.de und joomlaportal.de verwiesen, neu auf die Homebase von joomla.org umgeleitet.

Wieso eine solche Änderung als Erstes? Downloads (joomlaos.de) und Forum (joomlaportal.de) waren bisher noch die einzigen erfolgreich funktionierenden Portalteile von joomla.de.

Das Downloadportal

Das Downloadportal von joomla.org wurde in den letzten Tagen komplett erneuert und auf die neue Joomla! 1.5 aktualisiert. Das Portal mit seinen über 4“000 Erweiterungen ist sehr übersichtlich. Einziges Problem: Es ist komplett in Englisch.

Ich würde diesen Schritt des Vereins durchaus begrüssen, wenn kein passendes Portal im ganzen deutschsprachigen Raum zur Verfügung stehen würde. So müssen nun nicht-englisch sprechende Personen, die von joomla.de auf joomla.org umgeleitet werden, sich mit Google Translator & Co. mühsam ihre Erweiterungen zusammensuchen.

Doch es gibt mindestes drei mir bekannte, sauber geführte deutschsprachige Joomla! Downloadportale, die man bestimmt für eine konstruktive Zusammenarbeit hätte gewinnen können.

Das neue Forum

Das „German“ Forum auf joomla.org wird aktuell mit drei Moderatoren (a.radtke, akede, Sisko1990) betrieben. Ich habe selber schon testhalber Fragen in diesem Forum gepostet. Ich warte heute noch auf deren Antworten. Als Support-Anlaufstelle für die deutsche Community ist dieses Forum absolut unbrauchbar. Aber ich betone an dieser Stelle ausdrücklich, dass nur der German-Teil des Forums unbetreut ist. Der englische Teil ist sehr lebendig und man bekommt schnell und professionell Hilfe.

Doch auch hier bei den Foren gäbe es einige gute deutschsprachige Forumboards, die man hätte mit an Bord holen können. Doch man hat sich für einen anderen Weg entschieden.

Gemeinsam oder einsam?

Auf joomla.de heisst es, dass künftig „keine privaten Projekte“ mehr verlinkt werden. Begründet wird diese Link-Anpassung mit einem Vereinsbeschluss. Wer aber diesen sogenannten Vereinsbeschluss, der auf ein Konzept verlinkt, genau liest, kann diese Begründung aus dem Inhalt nirgends finden, noch daraus ableiten. Oder geht das nur mir so?

Offenbar gibt es bei Joomla e.V. eine Trennung/Wertung zwischen „Privat“ und „Offiziell“. Doch wer entscheidet, wann ein Projekt privat und wann es offiziell ist? Schliesslich sind es immer Privatpersonen, die sich um das Wohl und deren Verbreitung von einem Open Source Projekt wie Joomla! kümmern. Sogenannte „offizielle“ Personen oder Projekte gibt es gerade in einem Community-Projekt wie Joomla! gar nicht.

So sucht man aktuell, anstatt einer gemeinsamen Zusammenarbeit mit den bestehenden DE-Community Seiten anzustreben, lieber eigene Leute die bei joomla.de mithelfen sollen.

Fazit

Wenn man die Personen hinter dem Verein Joomla e.V. etwas genauer betrachtet und auch ihr Verhalten in den letzten Monaten etwas genauer mitverfolgt, der kann sicher zustimmen, dass bei Joomla e.V. offensichtlich sehr intuitiv und völlig konzeptlos gearbeitet wird.

Denn nach drei Jahren Joomla! sollte man als Szenenkenner eigentlich wissen, dass Personen, welche sich aktiv an der Joomla! Community beteiligen, sich schon längst in einem der bestehenden Projekte einbringen oder eigene Projekte haben.

Daher meine Frage: Wieso denn einmal mehr neue Mitarbeiter suchen, anstatt die Zusammenarbeit mit bestehenden Projekten suchen? Wie leicht es ist gute Mitarbeiter zu finden, kann ich euch gern bestätigen.

Doch die nächsten Tage und Monate werden es zeigen, wie gut die Community von Joomla e.V. in das neue Projekt eingebunden werden kann. Dies wird bestimmt nicht der letzte Bericht über die Geschehnisse über joomla.de und seine Macher sein. Ich bleibe dran.